Beiträge von JGB

    Hallo, vielen Dank! Die Schaltkontakte sind "Silent Keyboard Switches", hat sich nach mehreren Experimenten als geeignet und geräuschlos erwiesen. Halten laut Hersteller mehr als 80 Millionen Schaltzyklen aus, das werde ich wohl nie ausreizen können 😉

    Hallo lieber Wolfgang, es spricht rein der Platzbedarf dagegen. Ein Vollpedal braucht längere Tasten und dann braucht man noch ne breite Orgelbank.


    Aber hab keine Sorge: Ich hab die Option für Vollpedal und vielleicht mache ich irgendwann mal davon Gebrauch.


    Schau Dir mal die kleinen ital. Barockorgeln an, die haben meist nur C-H im Pedal mit kurzer Oktav, also 8 Tasten. Rein als Spielhilfe. Beispiel: https://youtu.be/IAjqlDZoTDE?si=LMDaHEPgtkVdM1Wl


    Gruß, Jens

    Hallo liebe Orgelfreunde,


    ich habe weitergebaut, diesesmal die Elektronik.


    Hier mal 2 Bilder:


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    Das ist ein kleines, schmales Holzkästen mit elektrischen Kontakten das unter den Pedaltasten Platz findet. Ich musste eine etwas unorthodoxe Lösung wählen da ich am hinteren Tastenende der Pedaltasten keine Kontakte anbringen kann; das Pedal wird bis zum Instrument geschoben und nur elektrisch mit Stecker angesteckt; die Tasten ragen nicht hinten aus dem Rahmen heraus und somit auch nicht in das Instrument hinein. Daher die Lösung mit den Kontakten unter den Tasten, etwa im vorderen Drittel.


    Erst hab ich Minatur-Drucktaster als Kontakte ausprobiert. Hat sich als schlecht erwiesen: Die schalten erst am Ende der Reise und das nicht zuverlässig. Sobald ich sie verlötet hatte, hat gut 1/3 der Kontakte durch die Hitzeeinwirknung des Lötklbens nicht mehr funktioniert, war wohl billig produzierte Massenware. Auch mit Reed-Schaltern hat es nicht so richtig funktionieren wollen, wohl waren meine Magnete zu stark so dass schon mit mehreren Zentimetern Abstand ein Signal beim Kontakt da war. Also hab ich Tastatur-Tasten probiert, die man auch in mechanischen PC-Tastaturen verbaut: Geht gut; Kontakt schält zuverlässig etwa in der Mitte der Reise, der komplette Weg ist 4 mm. Ich habe die "Silent"-Variante bestellt, man hört keinerlei Klick-Geräusch, ich bin happy.


    In dem Kästchen hab ich die Elektronik untergebracht, so richtig schön dilettantisch Freiluft-verdrahtet, aber ich sah noch keine Notwendigkeit für eine Leiterplatte. Eine Sammel-Schiene (eigentlich ist es ein Draht) mit 5 Volt versorgt alle Kontakte. Nach jedem Kontakt geht es dann mit jeweils einem Widerstand und einer Diode in Reihe geschaltet weiter, jeweils in 3-facher Ausführung pro Taste. Denn jede Taste kann bis zu 3 Pfeifen ansteuern: In 8-Fuß-Lage, in 5 1/3-Fuß-Lage (für akustisch simulierten 16') und in 4-Fuß-Lage. Die beiden Lagen außer der 8'-Lage können mit Sammelschienen und Dioden gegen Masse kurzgeschlossen werden, so kann man bequem mit einem Schalter eine komplette Reihe ausschalten.

    Ich habe mir überlegt, folgende Kombinationen schalten zu können:


    - Principale (8')

    - Principale + Ottava (8' + 4')

    - Principale + Ottava + Contrabassi (8' + 4' + 5 1/3')


    Man muss dazu sagen dass die Basspfeifen bei meiner Orgel sehr leise und grundtönig intoniert sind, so dass selbst 3 Pfeifen den Diskant nicht übertönen. War nötig da das Instrument im Wohnzimmer steht. Aber ich dachte mir, so bekomme ich trotzdem einen prägnanten Bass hin.


    Das Pedal wird, wie das Manual auch bereits, auf kurze Oktave umschaltbar sein.


    Soweit, so gut. Ich denke bald bin ich fertig und kann dann endlich lange Basstöne mit dem Fuß spielen, ich freue mich schon drauf!


    Gruß an alle,


    Jens

    Hallo,


    alte Elektronik neigt gerne mal zum Brummen, oft geht sie auch komplett kaputt. Schuld sind oft alte Elektrolytkondensatoren (Elkos) die nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Da hilft nur Reparatur und Austausch dieser Teile bei jemandem der sich mit Elektronik auskennt.


    In diesem Forum geht es ansonsten thematisch eher um Pfeifenorgeln: Wikipedia-Artikel


    Viel Erfolg bei der Fehlersuche und evtl. Reparatur!


    Gruß, Jens

    Hallo liebe Orgelfreunde,


    die Arbeit geht weiter; ich habe die Scharniere aus 20x1 mm Messing hergestellt und die Gegendruckfedern aus 1,5 mm Federstahldraht sind am entstehen. Euch wünsche ich noch eine gute Woche und einen schönen sonnigen Herbst!


    Gruß, Jens


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    Hallo lieber Wolfgang, vielleicht könntest Du das initial benötigte große Anzugmoment auch über das Gate vom MOSFET regeln. Also erst mal einige Millisekunden mehr Spannung geben so dass er voll durchschaltet und danach etwas weniger damit er als Widerstand vor dem Magnet fungiert. Hätte den Vorteil dass man nur kleine Bauteile benötigt (Der Widerstand Gate nach Masse ist ja im Megaohm-Bereich) aber es hätte den kleinen Nachteil dass der MOSFET dann mit der Zeit warm werden kann wenn er als Widerstand eingesetzt wird (bei langen Tönen). Kühlkörper wäre dann schon vonnöten.

    Vielleicht ein Spannungsteiler (z.B. kleines Poti) am Gate der initial mit Kondensator überbrückt wird? Dann könnte man von Hand mit dem Poti das ganze einpegeln.

    Was kann es schöneres geben: Sonne, Sand, Strand, Hängematte und Orgel. Hä, wie Orgel? Darum gehts in diesem Post...


    Ich hab mir vor meinem letzten Sommerurlaub Gedanken gemacht, was ich denn an den Tagen mit schlechtem Wetter oder wenn es mir langweilig wird, so machen möchte. Ich bin nicht so der Typ für Buch lesen, aber ein bisschen Musik machen wäre ja schön um in der Übung zu bleiben. Ich hatte noch einen alten 12 Zoll-Laptop rumliegen der nicht auf Windows 11 updatebar war, weil zu alt. Da hab ich mir überlegt, Linux drauf zu installieren (ich habe eine Xubuntu-Distribution genommen) und darauf dann GrandOrgue, ein Orgelsampler/Simulator. Das sollte die Basis für das Reiseinstrument werden. Tatsächlich lief GrandOrgue sogar, wenn auch nur mit wenigen Registriermöglichkeiten weil der Rechner halt schon langsam ist. Dann bin ich per Zufall auf das "Carry-on von Blackstar FC-49" gestoßen, eine Midi-Klaviatur, die zusammenklappbar ist. Habe ich mir dann sofort bestellt und angeschlossen: Keine Probleme mit Treibern, Gott sei dank. Dann noch Kopfhörer: Ein Bluetooth-Ohrhörer kam nicht in Frage weil die Zeitverzögerung beim Spielen zu groß ist. Aber die guten alten Ohrhörer mit 3,5 mm Klinkenstecker haben dann funktioniert. Und fertig ist der "Simulator" der in den Rucksack passt: Ein zu altes Laptop was fast Elektroschrott geworden wäre, eine klappbare Klaviatur, Ohrhörer. Zusatzkosten nur knapp über 100 Euro weil die Software nichts kostet. Klingt verrückt aber funktioniert. Ersetzt in keiner Weise eine echte Orgel aber lässt sich einfach ins Reisegepäck mitnehmen. Mit einem PDF-Viewer auf demselben Laptop lassen sich auch bequem die Noten anschauen.

    Das als Anregung falls jemand eine ähnliche Lösung für unterwegs sucht!


    Gruß, Jens

    Hello dear Xiaohu, yes, I want to attach the pedalboard to the existing pipes. If you have the place, then maybe think about giving the pedalboard extra pipes, maybe with a larger diameter or a different tonal color. This way, the pedal becomes independent and is combinable with different instruments. I would have liked that as well but I don't have the place for the additional pipes. To make up for that, I want to connect it in 8', 4' and 5 1/3' pitches selectably. That way, the bass notes can stand out a bit more and I have a kind of 16 foot emulation with the 5 1/3' quint.

    Hello Xiaohu,


    so nice to read from you. I'm blown away by the creativity and effort you put into those project.


    Glad I could be part of it (indirectly but this is a nice thing of modern communication: To help and collaborate over thousand kilometers distance)


    Greetings with a big smile from Germany!

    Hallo lieber Wolfgang, melde Dich einfach wenn Du die Schaltung brauchst, dann such ich nach dem Schaltbild. Soweit ich mich entsinnen kann waren es 220 Nanofarad am Gate vom MOSFET die über einen 5 Megaohm-Widerstand nach Masse entladen werden. Davor eine Diode damit der Kondensator nicht auf die Idee kommt sich anderweitig zu entladen ;-)

    Hallo Chamade8,


    vielen Dank! Die Leistungselektronik für die Magnete mit MOSFETs und Entprellung/Freilaufdiode ist im Orgelgehäuse und schon fertig, hab das 2022 schon vorbereitet. Das Pedal bekommt 5 Volt und Masse geliefert und muss nur 5V TTL-Logiksignale (high/low) zurück an die Orgel liefern. Im einfachsten Fall wären das nur Schalter, aber ich mach wahrscheinlich ein bisschen mehr wegen der 4'- und 5 1/3'- Ansteuerung. Ist aber wegen der geringen Spannung und Ströme auch kein Problem.


    Gruß,

    Jens

    Hallo liebe Orgelfreunde,


    2023 wurde meine Truhenorgel (siehe Galerie) fertig. Damals hab ich an der Front eine D-Sub-Buchse angebracht an die man elektrisch ein Pedal anhängen kann. Die tiefsten 25 Töne C-d' können so angesteuert werden. Ich habe mir da noch offen gelassen, ob und in welchem Umfang da ein Pedal dran sollte.


    Ich habe die letzten Monate mal ein kleines Pedal begonnen, was nur von C-d0 reicht und eher den Pedalen von barocken italienischen Orgeln ähnelt, da meine Truhe ja auch klanglich italienisch inspiriert ist. Es besitzt 15 kurze, schräge Tasten, Länge nur ca. 25 cm. Gesamtbreite ist ca. 60 cm. Die Idee ist, die 8-Fuß Lange, die 4-Fuß-Lage und die 5 1/3-Fuß-Lage wahlweise anzusteuern, also entweder 8', 8'+4' oder 8'+4'+5 1/3'.
    Die tiefen Pfeifen meiner Orgel sind sehr leise intoniert, aber es kann schon "rumpeln" wenn man mehrere Tasten drückt. Daher die Idee mit dem akustischen 16'.


    Klar, ein Vollpedal ist das nicht und soll es auch nicht sein, eher eine Spielhilfe um lange Töne auszuhalten oder nur bei Schlusskadenzen, wie bei italienischer Orgelmusik üblich. Man wird es nur mit der Fußspitze mit dem linken Fuß spielen können.


    Wie beim Manual soll es möglich sein, von langer- auf kurze Oktave umzuschalten.


    Hier mal 2 Bilder vom bisherigen Bau:


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    Wünsche Euch eine gute neue Woche!

    Gruß, Jens

    Schöne Lösungen und Versuche, Wolfgang.


    Ja, das mit dem "Klick" beim Anziehen der Magneten (normale Hubmagnete) hatte ich auch. Ich konnte das Lösen indem ich ein Luftpolster gebildet habe (habe die Belüftung auf der Unterseite zugeklebt) und habe die Ventilscheibe auf dicken Filz aufschlagen lassen so dass der Anker im Magnet nicht anschlagen kann. Wie im anderen Thread angesprochen konnte ich das Zurückprellen umgehen indem ich die Spannung langsam wieder zurücknehme wenn die Taste an der Klaviatur loslasse.


    Viel Erfolg weiterhin!


    Gruß, Jens

    Hier noch Bilder von einer von 2 Laden für die Basspfeifen und das Verleimen einer Doppeltonpfeife wo das Kabel innen in die Rückwand geklebt wurde in eine Nut, die ich mit der Oberfräse gemacht habe. Ich glaube es waren 4mm breit und 2mm tief. Das ganze bevor der Kern und alles andere verleimt wurde.


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    Hallo, hier 2 Bilder von den Ventilen am Pfeifenstopfen:


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    Es handelt sich um normale Hubmagnete, keine speziellen Orgelmagnete. Ich hab sie modifiziert: das Loch unten zur Entlüftung hab ich zugeklebt damit die Luft innen als Stoßdämpfer wirkt. Außerdem ist zwischen Ventilscheibe und Magnet dicker grüner Filz zum dämpfen und der Anker kann nie ganz anschlagen da ich den Weg begrenzt habe. Der Anzug war damit leise. Statt den 24 Volt die angegeben sind nutze ich nur 18 Volt, das reduziert weiter Geräusche, Wärmeentwicklung und spart Energie. Beim Abstellen des Stroms sorgt eine selbst gewickelte Feder aus 0,5 mm Federstahl mit 3-4 Windungen für die Rückstellkraft. Da es manchmal beim Rückstellen prellen kann, nehme ich den Strom langsamer, nicht rapide, zurück (mit einer kleinen RC-Schaltung am MOSFET der den Magnet versorgt). Damit war auch dieses Problem gelöst. Hab das überall anstatt den teuren Orgelmagneten. Die Hubmagnete stammen aus dem Metallschrott, waren also kostenlos zu haben.


    Gruß, Jens