Beiträge von JGB

    Hallo Stefan, betreibst Du den Motor mit 1 Phase oder 3 Phasen? Ich hatte mal den Fall dass eine Phase bei einem Drehstrommotor unbemerkt ausgefallen ist. Der Motor hat weiter gedreht aber ist dann irgendwann durchgebrannt durch Überlast. War der Antriebsmotor einer alten Drehmaschine. Falls nur 1 Phase zur Verfügung steht und ein Hilfskondensator eingesetzt wird, würde ich mal die Kapazität durchmessen. Aber erst mal sicherstellen dass alle Wicklungen des Motors intakt sind (Widerstand messen) und bestromt werden. Gruß Jens

    Liebe Hausorgelfreunde,


    nach längerer Zeit hier im Forum nun ein Update des Hausorgelbaus. Viel ist nicht passiert aber doch einige Kleinigkeiten:


    - Einpassen der Pfeifenfüße für die Basspfeifen

    - Löten, Messen und Testen der Treiberplatinen für die Bass-Hilfsladen und die Pfeifen-Umstimm-Vorrichtungen

    - Temporäre "Verrohrung" im Gehäuse um die beiden Bass-Hilfsladen temporät mit Wind zu versorgen bis die Hauptwindlade fertig ist

    - Einrastieren der Basspfeifen

    - Test auf Dichtigkeit und Funktion


    Was ich auf jeden Fall genau wieder so machen würde ist die Sache mit den kleinen Holzscheiben mit Innenkonus, in denen die Pfeifenfüße sitzen: Sie sind noch beweglich solange die Pfeifen nicht fest einrastiert sind und wurden erst an der Windlade angeklebt (in einer kleinen Vertiefung) nachdem die Position der Pfeifen endgültig feststand. Das erlaubte mir, einige Millimeter zu korrigieren so dass die Pfeifen schön gerade stehen. Die beiden Hilfs-Windladen sind nach einer Art "Plug&Play"-System designt: Entfernt man die jeweils beide Schrauben mittels Handrad, löst sich sowohl die Lade als auch gleichzeitig die Windverbindung und Elektronik auf einmal.


    Mehr will ich gar nicht schreiben sondern die Bilder sprechen lassen.


    Viele liebe Grüße, Jens


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    Auf dem Bild sieht man übrigens auf der Oberfläche (bei den Vertiefungen) zwei DC-Strombuchsen. Diese sind für die Pfeifen C,D bzw. F und G, die jeweils um einen Halbton erhöht werden können. Die Kabel dieser Pfeifen kann man dort einstecken und das ganze ist dann kaum mehr sichtbar.

    Liebe Hausorgelfreunde,



    derzeit bin ich dabei, die beiden elektrischen Zusatzladen für die Basstöne fertigzustellen. Die Laden werden nur seitlich am Instrument angesteckt (inkl. elektr. Kontakte) und mit einem Spunddeckel verschraubt. Der Spunddeckel bekommt dazu lange Schrauben (Holzrad + Gewindestange), so dass die Schrauben, je zwei per Lade, vom Spunddeckel durch die Lade hindurch am Hauptkorpus befestigt werden. Das heißt einfach je 2 Schrauben von Hand lösen und schon kann man die Zusatzladen vom Hauptinstrument entfernen. Hier zwei Bilder vom Bau kurz vor der Oberflächenbehandlung; die Bilder vom Spund und den Schrauben folgen noch. Die roten Tesabandstücke sind nur dazu da, dass kein Dreck in die Ventilöffnungen gelangt solange ich noch daran arbeite. Auf der Oberseite habe ich mit einem Forstnerbohrer Vertiefungen (ca. 6 mm) angebracht. Hier kann ich dann Holzscheiben mit einem Innenkonus auflegen, die die Pfeifenfüße aufnehmen und kann noch alles richtig hinschieben, bevor es fest verleimt wird. Damit will ich das Problem umgehen, dass die Löcher zu den Pfeifen evtl. nicht richtig fluchten.











    Gruß, Jens

    Hallo, vielleicht können wir besser helfen, wenn wir wissen, warum es ausgerechnet ein Clavichord sein muss. Denn der Hauptgrund für das "Aussterben" des Clavichords zugunsten des Fortepiano war ja die Lautstärke. Wäre es mit Clavichord-Mechanik noch lauter gegangen, hätten es die Instrumentenbauer damals bestimmt umgesetzt.

    Als ehemaliger Besitzer eines Clavichords muss ich leider sagen: nein. Auch ist elektronische Verstärkung schwierig, da der Resonanzboden so dünn ist, dass er, wenn aus einer Lautsprecherbox Musik kommt, mitschwingt. Wenn also das Mikrofon beim Clavichord steht, fängt es sofort durch Resonanz und Rückkopplung zu pfeifen an. Clavichorde eignen sich nur für Kammermusik , z.B. auch mit Geige oder Gesang, aber nur wenn die anderen Musiker dann auch pianissimo mitspielen ;-)

    Hallo Jürgen, meine herzliche Anteilnahme. Habe dieses Jahr meinen Vater unerwartet und noch rel. jung verloren. Er hat mir die Arbeit mit Holz und Metall vermittelt und ohne ihn wäre ich nie zum Orgelbau gekommen. Er hat auch immer mitgebastelt und wertvolle Tipps gegeben. Es überwiegt die Dankbarkeit für alles was er mir mit großer Liebe beigebracht hat.

    Liebe Hausorgelfreunde!



    Ich wünsche Euch ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest mit hoffentlich viel Musik und ein gutes neues Jahr!



    Vielleicht war das vergangene Jahr für den einen oder anderen auch so turbulent und mit schmerzhaften Erfahrungen verbunden. Da soll der Gedanke umso mehr trösten, dass Gott uns Menschen in Jesus ganz nahe ist.



    Liebe Grüße,



    Euer Jens

    Hallo Wolfgang, ich finde es auch schade dass hier nicht mehr so viel los ist. Vielleicht ist für die jüngere Generation so ein Forum nicht mehr zeitgemäß. Auch ist das Einstellen von Bildern recht kompliziert und die Bedienung erinnert an Webseiten der 90er Jahre. Vielleicht könnte man bei WhatsApp eine Gruppe einrichten und so miteinander plaudern und Bilder teilen. Ich will jedoch keine "Konkurrenz" zu diesem Forum erstellen... Wie seht ihr das?



    Gruß



    Jens

    Hallo liebe Orgelfreunde,



    die Schaltungsteile sind seit Freitag da. Ich war gestern Abend/Nacht noch so neugierig dass ich die Schaltung 1x zusammengelötet habe (quick-and-dirty, "Drahtspinne in der Luft") und siehe da: Die Schaltung funktioniert.



    Allerdings musste der Entladewiderstand R2 größer sein als ich angenommen habe. Grund ist, dass ich dem FET an seinem Gate-Anschluss nur soviel Spannung liefere, dass er gerade durchschält (etwa um die 2 Volt, regelbar mit dem Poti R1, das aktuell bei 50 kOhm liegt). Ist der Kondensator nur leicht entladen, was beim Abschalten relativ schnell passiert, schält der FET auch schon wieder komplett ab. Bei R2=1 Megaohm passiert also noch nicht viel. Der gewünschte Effekt trat ein bei ca. 3-5 Megaohm und einem Kondensator C1 von etwa 220 nF. Ab 10 Megaohm ist die Schaltung schon so träge dass keine schnellen Wiederholungen mehr möglich sind. Der "grüne Bereich" liegt also irgendwo zwischen 3 und 10 Megaohm bei C1=220 nF. Nimmt man den Entladewiderstand ab, zieht der Magnet an und fällt gar nicht mehr ab... Witziger Effekt! Gibt man zu viel Spannung an das Gate, geht es mehrere Sekunden bis wieder abgeschalten wird. Man muss also sauber einregeln.



    Aber ich bin jetzt echt glücklich mit dem Ergebnis: Beim Einschalten dämpfen Rückholfeder und Filz die Kraft des Magneten, beim Ausschalten dämpft der Ventilfilz und die elektr. Schaltung die Kraft der Rückholfeder. Kein "Plopp" oder "Blibb" mehr. Man hört nur noch leise das Schleifen des Ankers im Elektromagnet ;-)



    Hier noch eine kurze Zusammenfassung der Bauteile-Werte:



    R1=50 kOhm (bei gedachten 5 Volt Schaltungseingang)

    C1=220 nF

    R2=3 MOhm (oder 470 kOhm in Reihe mit 10 MOhm-Poti)



    Wünsche Euch eine frohe Adventszeit!



    Gruß, Jens

    Hier Schaltungsvorschlag Version 2, nur mit Abfall-Dämpfung:







    Erklärung: Wird bei E ein Signal (5V) angelegt, lädt R1 den C1 schnell auf (Millisekundenbereich) und T1 schält durch. Der Strom durch den Hubmagnet lässt sich über R1 regeln. Wenn E wieder auf 0 Volt geht, wird C1 langsam über R2 entladen. Wie schnell entladen wird, kann man über R2 regeln. Das sollte dazu führen, dass sich das Magnetfeld im Hubmagnet langsamer abbaut und das Geräusch gedämmt wird. Wird während des Entladens E wieder auf 5V gelegt, zieht der Magnet wieder rasch an (Repetition!).



    D2 ist die übliche Freilaufdiode.



    Vielleicht sollte R1 doch eher bei 10 kOhm liegen, dann beeinflusst das weniger den R2.



    Ich werde die Teile mal bestellen, zusammenlöten und dann wieder berichten. Die Schaltung benutze ich dann auch für meine beiden Bassladen um die großen Pfeifen mit Wind zu versorgen. Zur Ansteuerung werde ich wahrscheinlich Gabellichtschranken benutzen und das Signal an den Stechern zur Windlade abnehmen.



    Gruß



    Jens

    Hallo,



    ich habe mir die Vorschläge mit den mechanischen Verbesserungen zu Herzen genommen und den Anschlagfilz doppelt so dick gemacht und außerdem weicheren Filz genommen den ich noch da hatte. Ebenso habe ich den Ventilbelag verdoppelt.



    Das Anziehgeräusch ist jetzt komplett weg (unhörbar klein), nur beim Abfallen bleibt ein kleiner Rest.



    Ich habe mit der Schaltung etwas herumüberlegt und beschlossen, dass MOSFETs wohl doch die bessere Wahl sind, da der BD139 schon einen ziemlich hohen Basisstrom braucht um voll durchzuschalten, was wiederum ein großen Kondensator C1 zur Folge hätte.



    Ich kann jetzt, da das Einschaltgeräusch weg ist, eine Schaltung machen, die nur das Abfallen berücksichtigt und den Strom langsam vom Magnet wegnimmt. Das geht wesentlich einfacher. Da der FET so gut wie keinen Strom an der Basis (Gate) zieht, kann ich einen sehr kleinen Kondensator nehmen, der dann weniger kostet und wesentlich länger lebt als irgend ein dicker Elko, der früher oder später austrocknet. Ich mach' nachher nochmal eine Zeichnung.

    Hallo Wolfgang, da liegst Du nicht verkehrt, Deine Gedanken sind sehr gut. Im Moment ist die Feder so eingestellt, dass sie das Loch gerade so abdeckt und wenn am Magnet 12V Anliegen, fährt er sehr leise in die Endposition da die Federkraft und Magnetkraft recht gut korrelieren und sich damit gegenseitig aufheben. Die Magnetkraft gewinnt nur ganz leicht. Daher der Gedanke mit dem "Vorspannen" mit 12V und dann zur Sicherheit langsam hochziehen. Das Rückfallgeräusch ist lauter und eher problematisch da das Röhrchen dann beim Auftreffen in Resonanz kommt (macht ein "Blibb"-Geräusch) Die Magnete waren geschenkt, habe sie als Jugendlicher mit meinem Vater aus ein paar entsorgten Maschinen ausgebaut und haben schon einen ideellen Wert. Der Anker schlägt nicht im Magnet auf, denn meine Filzdämpfung wirkt schon vorher. Ich werde einfach weiter experimentieren und dann berichten. Ist ja "nur" Fein-Tuning. Vielen Dank Dir für die Rückmeldung!

    Hallo, hier die "Flüsterschaltung", wie ich sie mir vorstelle:







    Hier die Erklärung dazu:



    Die Gruppe aus R1, dem Transistor, Hubmagnet und D1 wäre die übliche Emitterschaltung mit Verstärkung des Eingangssignals E.



    Meine Idee ist, R1 so zu dimensionieren, dass der Transistor den Hubmagnet mit ca. 10V befeuert, so dass er fast anzieht, aber nur fast. Den Rest soll das RC-Glied aus R2 und C1 bewerkstelligen. R2 lädt C1 langsam auf, die Spannung steigt und der Transistor schält irgendwanm voll durch, aber nur langsam, so dass das Geräusch des Hubmagnets gedämmt wird. R4 wäre optional da um C1 wieder zu entladen wenn an E keine Spannung mehr anliegt und der Hubmagnet dadurch zu träge abschält. R3 bräuchte ich auch nur optional, wenn nach dem Laden von C2 der Strom an der Basis des Transistors zu hoch wäre. D2 wäre sinnvoll, damit, wenn C1 nach dem Ausschalten noch geladen ist, an E kein Strom zurücklaufen kann der die Schaltung davor zerschießen könnte.



    Ist das eine gute Idee? Problem ist, ich bin Informatiker, habe fast ausschließlich mit Software zu tun, aber habe mir als Jugendlicher ein bisschen Analogschaltungen selbst beigebracht. Mein Wissen ist also nur begrenzt. Wenn Ihr Euch besser auskennt, schaut bitte mal drüber, wäre wirklich nett!



    Gruß



    Jens

    Hallo liebe Orgelfreunde,



    hier mal 2 Bilder vom aktuellen Stand des Doppentonpfeifen-Spundes:











    Ich habe mich von der Idee mit der Gewindestange verabschiedet und stattdessen ein Edelstahl-Montagewinkel 18mm breit benutzt um den Hubmagnet zu befestigen. Das neigt weniger zum verdrehen und sieht einfach besser aus.



    Die Ventilscheibe ist aus 6,5mm Multiplex. Habe sie grob auf der Bandsäge ausgeschnitten, auf einen Stift aufgepresst und rotierend auf den Bandschleifer gehalten, bis sie rund war. Dann Ventil-Fertigbelag, bestehend aus Filz und Ventilleder, aufgeklebt.



    Die Rückholfeder ist aus 0,5mm Federstahl, selbst gewickelt (wenn ihr wissen wollt, wie ich das genau gemacht habe, fragt einfach) und besteht aus 4 Windungen. Das reicht gut aus, um die Ventilscheibe und den 7mm-Durchmesser-Eisenanker zurückzuholen und die Scheibe gegen das Loch pressen zu lassen.



    Zur Geräuschreduktion habe ich mit 2 Filz-Pads zurechtgestutzt und auf den Hubmagnet aufgeklebt; die Ventilscheibe schlägt dort auf wenn der Magnet bestromt wird; der Eisenanker ist dann noch nicht im Hubmagnet am Anschlag und macht kein "Klack".



    Das geschraubte Klötzchen auf der rechten Seite dient später als Kabeldurchführung. Das Kabel wird dann einfach zwischen zwei Schichten Leder geklemmt und mit dem Klötzchen luftdicht aber dennoch reversibel festgeklemmt.



    Soweit, so gut. Funktionieren tut alles. Jetzt hätte ich gerne noch das "Schmankerl" dass es absolut geräuschlos ist. Dazu bräuchte ich eine Schaltung die mir nicht sofort 18V auf den Magneten "feuert" sonder die Spannung langsam ansteigen- und abfallen lässt, so in etwa in der Größenordnung von 100-200 Millisekunden.



    Ich habe folgende Eckdaten zu dem Hubmagnet:



    - Spannung nominal 24 Volt, aber ich betreibe ihn mit 18 Volt da es ausreicht und leiser ist.

    - Einschaltdauer: 100% bei 24V. Also locker Reserven bei Betrieb mit 18 V

    - Stromverbrauch bei 18 V: 290 mA

    - Ab ca. 12 V zieht der Anker an

    - Bei Reduktion auf ca. 10V fällt der Anker wieder ab.



    Habt ihr mir Ratschläge, wie eine solche Schaltung (am liebsten diskret und so einfach wie möglich) aussehen kann? Ich will den Magnet entweder mit einem NPN-Transistor, z.B. dem BD139 oder mit einem MOSFET schalten. Hätte da schon ein paar Ideen wie man mit Kondensatoren den Steuerstrom oder die Steuerspannung langsam ansteigen lassen könnte, aber bin mir da unsicher.



    Wäre also super, wenn die Elektronikexperten unter Euch da helfen könnten. Wir könnten daraus ja eine ganz offiziell AK-Hausorgel-Flüsterschaltung für Ventilmagnete kreieren ;-)



    Liebe Grüße,



    Jens



    PS: Die Sprüche von Dir, Wolfgang, sind echt gut ;-) Ich wusste nicht, dass es ein lateinisches Wort für Schraubenzieher gibt :-)

    Ich war heute beim Eisenwarenhändler meines Vertrauens und fragte nach M12-Madenschrauben. Hatte er nicht da, also fragte ich ob ich eine Gewindestange kaufen soll und mir selbst Stücke absägen und danach Schlitz für Schraubendreher einsägen soll. Da sagte er, ich solle doch einfach Stockschrauben nehmen und die absägen, die haben schon einen Torx-Antrieb. Kannte diese Schrauben noch nicht; fand die Idee genial. Habe sowieso ausschließlich Torx-Schrauben in der Orgel, da passt das wunderbar. Als kleiner Geheimtipp an Euch ;-). Ich will übrigens dann einen Satz Torx-Bits in der fertigen Orgel deponieren für den Fall dass zukünftige Generationen diese Art Schrauben nicht mehr kennen...